Schlafapnoe – Atemaussetzer beim Schlafen

PulsoximeterApnoe heißt zu Deutsch Atemstillstand, diese treten im Schlaf auf und können dazu führen, dass kein erholsamer Schlaf mehr möglich ist. Dazu kommt noch, dass auch das Herz-Kreislauf-System enorm beansprucht wird.

Diejenigen, die darunter leiden, schnarchen auch in den meisten Fällen sehr stark. Das hat wiederum mit der Einengung der oberen Luftwege zu tun und das führt unweigerlich irgendwann dazu, dass es zu einer Schlafapnoe kommen kann.

Die Risikofaktoren liegen bei den Personen, die übergewichtig sind, dazu noch rauchen und einen starken Alkoholkonsum haben. Es gibt jedoch noch einen Faktor, der zu einer Apnoe führen kann und die ist bedingt durch eine Schädigung im Gehirn. Die muss nicht unbedingt von Dauer sein, sondern kann durchaus auch bei gesunden Menschen hin und wieder auftreten. Dieses wird dann vom Arzt als eine zentrale Schlafapnoe definiert.

Vorsicht ist geboten

Personen, die unter einer Apnoe leiden, haben natürlich auch im Alltag damit zu kämpfen, denn bei ihnen kann es durchaus vorkommen, dass sie schnell ermüden und bei anspruchslosen Tätigkeiten einnicken. Das ist mit einer bestimmten Gefahr verbunden, zum Beispiel im Straßenverkehr oder wenn eine Maschine bedient werden muss. Die Symptome können sogar so weit gehen, dass eine Arbeitsunfähigkeit vorliegt.

Um vorbeugend einzuwirken, sollte nicht nur auf Alkohol verzichtet und Gewicht reduziert werden, falls es nötig ist, es sollte auch regelmäßig geschlafen werden, wobei die Schlafzeiten einzuhalten sind. Im Schlaf kann auch die Seitenlage dafür sorgen, dass Atemaussetzer nicht zur Regel werden.

Wie ist Apnoe zu erkennen?

Unter einer Schlafapnoe leiden in der Regel Männer die nicht mehr ganz jung sind. Besonders diejenigen, die ein wenig mehr auf den Rippen haben neigen dazu laut zu schnarchen. So kann jeder zweite Mann dazu gezählt werden unter Apnoe zu leiden.

Die Apnoe äußert sich dadurch, dass während der Schlafphase die Muskeln des Gaumens erschlaffen und die Zunge zurückfällt. Auf Grund dieser Tatsache verschließen sich die Luftwege und im Schlaf bekommt diese Person nicht mehr ausreichend oder gar keine Luft mehr. Das hat zur Folge, dass der Sauerstoffgehalt sinkt und eine Mangelversorgung des Gewebes ist der Abschluss.

Im schlimmsten Fall können die Atemaussetzer zwischen 10 bis 120 Sekunden lang sein und können pro Stunde bis zu 5-mal auftreten. Danach folgen nicht selten hyperventilierungs- ähnliche Anfälle und eine große Anstrengung beim normalen Luftholen. Die Folgen dieser Aussetzer sind vorprogrammiert, denn wer in der Nacht nicht genügend gesunden Schlaf bekommt, ist am nächsten Tag wie gerädert und leidet an einem chronischen Schlafdefizit.

Zu der Gefahr, die im Straßenverkehr oder arbeitsbedingt an Maschinen lauert, kommen im schlimmsten Fall noch Angstzustände oder Depressionen. Von schlechter Konzentration ganz zu schweigen und vergesslicher werden die Personen dann auch. Weitere Folgen sind unter Umständen Kopfschmerzen und bei Männern kann es durchaus zu Erektionsstörungen kommen.

Nicht nur Erwachsene können unter Schlafapnoe leiden, sondern auch Kinder. Experten sind sogar der Meinung, dass sie am plötzlichen Kindstod nicht ganz unschuldig ist und Kinder, die im Schulalter sind, kommen auch nicht selten mit schlechteren Noten nach Hause.

Diese Faktoren können Schlafapnoe begünstigen

Es gibt mehrere Ursachen, die eine Apnoe begünstigen können, dazu zählen unter anderen das Übergewicht und das Alter, denn je älter die Menschen sind, desto mehr haben sie darunter zu leiden. Dazu kommt das Kriterium, das Männer deutlich mehr betroffen sind als Frauen. Begünstigt wird Apnoe dadurch, wenn Schlaftabletten oder Beruhigungsmittel vor dem Schlafen gehen eingenommen werden. Die lassen die Gaumenmuskeln schneller erschlaffen und es kommt so dazu, dass Atemwege sich verschließen können.

Weitere Risikofaktoren sind wie schon erwähnt, das Rauchen und Alkohol, aber auch eine Schwangerschaft oder Erkrankungen wie Rheuma oder Schilddrüsenunterfunktion können dazu führen, dass sich die Atemwege stark einengen.

Wann sollte ein Arzt eingeschaltet werden?

Das Schnarchen wird immer zuerst einem Partner auffallen und wenn sich Atemstillstände häufen sollte der Gang zu einem Arzt an erster Stelle stehen. Hier kann am besten ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt weiterhelfen, der eine Diagnose stellen kann.

Es sind mehrere Verfahren nötig, um eine endgültige Aussage treffen zu können. Als erstes werden in der Regel der Nasen- Rachen Raum auf Abnormitäten untersucht. Hier kann ein Arzt feststellen, ob es Verkrümmungen an der Nasenscheidewand oder Rachenpolypen gibt. In vielen Fällen wird auch der Gang in ein Schlaflabor empfohlen, wo ein Arzt dann speziell analysieren kann, was es mit den Atemaussetzern auf sich hat.

Eine Schlafapnoe sollte und ist auch behandelbar, denn Menschen die darunter leiden haben große Einschränkungen im Privat- und auch im Berufsleben. Dazu kommt noch, dass sie sieben Mal mehr gefährdet sind als andere Personen, das ihnen im Straßenverkehr etwas geschieht. Kommen noch andere Krankheiten wie beispielsweise Diabetes, Niereninsuffizienz oder Lungenhochdruck dazu, ist sogar mit einer erhöhten Sterblichkeit zu rechnen.

Die Therapie

Je nach Schwere der Apnoe gibt es auch unterschiedliche Therapien, die zur Anwendung kommen können. Handelt es sich um eine eher leichte Schlafapnoe, sind die Maßnahmen die angewendet werden können sehr gering. Hier ist es nur nötig, überflüssige Pfunde verschwinden zu lassen und bei denjenigen die dem Alkohol und dem Nikotin nicht abgeneigt sind, auch ein Verzicht, der Weg zur Besserung ist.

In schlimmeren Fällen wird der Arzt ein Gerät empfehlen, das einen Alarm aussendet, sowie die Schlafstörung auftritt. Das geschieht dann, wenn sich der Patient in Rückenlage begibt oder es gibt auch weitaus einfachere Hilfsmittel wie ein Tennisball, der in den Schalfanzug eingenäht wird, sowie auch eine Biss- Schiene, die in der Nacht angelegt werden sollte.

Bei schweren Fällen wird der Mediziner eine Atemmaske empfehlen, die an einem Gerät das leichten Überdruck erzeugt angeschlossen wird. Hiermit wird dann Luft in Mund und Nase geblasen und das wiederum führt dazu, dass verhindert wird, dass die Atemwege zusammen fallen und die Zufuhr von Luft unterbrochen wird.

Die Schlafmaske hat schon in vielen Fällen zu einer schnellen Erleichterung der Patienten geführt und sie so auch wieder mehr Lebensqualität haben. Durch ihre Ausgeruhtheit sind sie leistungsfähiger und können wieder ein vitaleres Leben führen.

Diagnostiziert der Arzt Nasenpolypen oder Rachenmandeln, kann eine Operation dafür sorgen, dass die Schlafapnoe komplett verschwindet. Handelt es sich hierbei um einen eher kleinen Eingriff, braucht dieser dann nicht einmal unter Vollnarkose stattfinden. Ob einer Operation nötig wird, entscheidet jedoch der behandelnde Arzt.